Waffenverbotszone am Elmshorner Bahnhof muss kommen!

Unterstützung des Innenministeriums und der Landespolizei für den Vorstoß!

02.10.2021, 12:24 Uhr


Birte Glißmann besuchte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack in Kiel. Anlass für das Gespräch waren unterschiedliche innenpolitische Themen in Elmshorn und Tornesch.

Glißmann sprach in diesem Rahmen auch die Sicherheitslage am und um den Elmshorner Bahnhof an. „Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben einmal mehr gezeigt, dass der Elmshorner Bahnhof und der angrenzende Steindammpark einen Kriminalitätsschwerpunkt darstellen. Nicht nur zur Nachtzeit, sondern auch tagsüber fühlen sich viele Bürgerinnen und Bürger dort nicht sicher. Solche Angsträume darf es in Elmshorn nicht geben! Ich fordere daher die Einrichtung einer Waffenverbotszone, so dass das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen dann in dieser festgelegten Zone verboten ist. Einher gehen damit weitere Kontrollbefugnisse der Polizeibeamten. Es muss jedem klar sein, dass Waffen und gefährliche Gegenstände gerade in diesem Umfeld nichts zu suchen haben!“

Eine solche Waffenverbotszone gibt es in Schleswig-Holstein bereits seit 2013 in der Kieler Bergstraße. Im Jahr 2018 ist die entsprechende Verordnung nach einer positiven Kriminalitätsentwicklung verlängert worden. Das schleswig-holsteinische Innenministerium und die Landespolizei sagten im Rahmen des Gesprächs Unterstützung für den Elmshorner Vorstoß zu. Einig waren sich die Gesprächspartner auch, dass die aktuelle Kriminalitätsentwicklung ein unmittelbares Einschreiten erforderlich macht. So sicherte die Landespolizei zu, den Einsatz am Elmshorner Bahnhof zu verstärken. Bereits 2016 war der Elmshorner Bahnhof als sogenannter „gefährtlicher Ort“ eingestuft. Nach den vergangenen Ereignissen ist dies erneut erfolgt. 

„Stadt, Kreis und Land müssen hier an einem Strang ziehen, um das Kriminalitäts- und Gewaltproblem in den Griff zu bekommen. Da das Land die Befugnis zur Einrichtung solcher Verbotszonen auf den Kreis übertragen hat, werde ich mich nun im Pinneberger Kreistag dafür stark machen. Die Verbotszone alleine wird allerdings nicht reichen, auch die Kontrolldichte durch Polizei und andere Ordnungsbehörden muss erhöht werden“ so Glißmann abschließend.