Austausch zum Trassenverlauf des geplanten Radschnellwegs

Trassenverlauf muss gründlich geprüft und abgewogen werden!

16.08.2021, 12:27 Uhr

 

Zuhören, dazu haben sich Mitglieder des CDU Ortsverbands Klein Nordende und der Stadtverbände Elmshorn und Tornesch mit den Mitgliedern des Betreuungsvereins Liether Moor (BV Liether Moor), des Vereins für extensive Robustrinderhaltung im Liether Moor, der Jagdvereinigung Klein Nordende und den Ortsbauern getroffen, begleitet wurden sie dabei von Birte Glißmann als Kreistagsabgeordnete und Michael von Abercron.

Die Initiative ging vom CDU Ortsverband Klein Nordende aus, um mit den Vereinen, die sich im Landschutzgebiet Liether Moor einsetzen, über den geplanten Radschnellweg und den im Raum stehenden Ausbau der Bahnlinie mit einem 3. und 4. Gleis in Verbindung mit der angedachten Schließung von Bahnübergängen auszutauschen.

In der Begrüßung sprach Michael Krohn, CDU Klein Nordende, an, dass die Zielsetzung nicht sei, dass am Ende alle die gleiche Meinung vertreten, aber wichtig sei es, die Vorstellungen und Wünsche aller Beteiligten zu kennen. Martin Röseke erklärte den Anwesenden die Sicht des BV Liether Moor und erwähnte, dass die vom BV Liether Moor initiierte Unterschriftensammlung innerhalb kurzer Zeit über 450 Unterschriften erhalten hat. Der BV Liether Moor hat sich bereits frühzeitig mit der geplanten Trassenführung des Radschnellwegs beschäftigt und an öffentlichen Veranstaltungen mit dem Planungsbüro und Kreis teilgenommen, es wurde auch eine alternative Trasse in die Machbarkeitsstudie eingebracht. Diese hat jedoch keine Berücksichtigung gefunden, so wird eine Trassenführung für den Radschnellweg aktuell durch das Liether Moor geplant. Viele der Wege im Moor dienen als Naherholungswege zum Spazierengehen, Inlinerfahren usw. 

Gleichwohl waren sich alle Beteiligten einig, dass die Idee eines Radschnellweges wichtig und richtig ist, aber der Erfolg dafür liegt in der Akzeptanz der Bevölkerung. Und dazu bedarf es eines gut ausgebauten Weges, der ein zügiges Vorrankommen möglichst ohne viele Kurven und Straßenkreuzungen auskommt.

Nach einem ersten Austausch wurde eine Befahrung der möglichen Trassen C und B vorgenommen um sich eine Bild der möglichen Streckenführungen zu machen. Dabei stellte Birte Glißmann fest, dass beide Möglichkeiten aufgrund der Anwohner und diversen Kurven im Streckenverlauf nicht für einen Radschnellweg im eigentlichen Sinne geeignet sind. Da laut Machbarkeitsstudie von rund 2000 Radfahrenden ausgegangen wird, ist es hier notwendig eine Streckenführung zu wählen, die abseits des Kraftfahrzeugverkehrs liegt.

Krohn: „Bereits in der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg wird über die Möglichkeit, in Tornesch den Radschnellweg neben den neu entstehenden Gleisen anzulegen, nachgedacht. Warum sollte diese Möglichkeit nicht bis Elmshorn durchgezogen werden? Diese Möglichkeit böte diverse Vorteile, so würde diese Streckenführung ohne scharfe Kurven angelegt werden können und könnte auch als Rettungsweg für mögliche Einsätze bei einem Unglückfall dienen, denn aktuell müssten in einigen Bereichen die Rettungskräfte bis zu 400 Meter durch sumpfiges Gelände zu einem Unglücksort laufen.“

Nach der kleinen Rundfahrt durch das Liether Moor und mit den Eindrücken vor Ort, haben Michael von Abercron und Birte Glißmann mitgenommen, dass hier noch Handlungsbedarf besteht und die Planungen so nicht umgesetzt werden sollten. Birte Glißmann sagte zu, das Thema der Trassenführung in der Kreistagsfraktion zu betreuuen. Geplant ist hierfür ein Austausch mit allen vom Radschnellweg betroffenen Gemeinden bzw. den dortigen CDU-Verbänden.