"Wohneigentum kann vor Altersarmut schützen!"

Austausch mit der Elmshorner CDU-Fraktion zum Thema Wohnen in der Krückaustadt

10.04.2021, 09:16 Uhr

 

Das Thema "Wohnen" bedeutet mehr als vier Wände und ein Dach und endet auch nicht an der Elmshorner Stadtgrenze. Daher befindet sich die Elmshorner CDU-Fraktion vor der Verabschiedung des Wohnungsmarktkonzepts im Stadtverordnetenkollegium im engen Austausch mit der Landespolitik und dem Umland. Auch der Dialog mit externen Experten fand statt.

Kurz vor Ostern fand ein Workshop der Fraktion mit Peter Lehnert, dem wohnungsbaupolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, und Birte Glißmann der Bewerberin für das Landtagsmandat im Elmshorner Wahlkreis statt. 

Peter Lehnert erklärt dazu: „Der Wohnungsmarkt wächst und entwickelt sich dynamisch. Die Zahlen sprechen für sich: 13 700 neue Wohnungen im Jahr 2019, 14 700 erteilte Baugenehmigungen für 2020, steigende Tendenz im laufenden Jahr. Das Thema Eigentumsbildung breiter Bevölkerungsschichten ist mir eine Herzensangelegenheit. Die CDU will auf Landesebene die Grunderwerbsteuer reformieren und für die erstgenutzte Wohneinheit Steuervergünstigungen einräumen. Zudem gibt es seit dem 01.04.2021 eine neue Eigentumsförderung des Landes. Einkommensschwächeren Familien und Alleinerziehenden fehlt häufig das nötige Eigenkapital, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Hier soll das neue Programm unterstützen."

Dazu kommt ein großer Bedarf an gefördertem Wohnraum. Lehnert verweist auf die neue Wohnraumförderung, die Erleichterungen in der Landesbauordnung und auch die Entwicklung von neuen Konzepten für die multifunktionale Nutzung von innerstädtischen Gewerbeflächen. In diesem Zusammenhang kommt dem Wohnen eine sehr wichtige Bedeutung zu. Insbesondere lobt er das vorbildlich hohe Niveau an Zweckbindungen und damit an gefördertem Wohnungsbau in Elmshorn, der mit 8,6% über dem Landes- und dem Kreisdurchschnitt liegt. 

Für Birte Glißmann ist es wichtig, die Wünsche der breiten Bevölkerung zu berücksichtigen. Sie erklärt dazu: "Der Wunsch nach Eigentum bei niedrigen Zinsen ist riesig und durch die Pandemie noch weiter verstärkt worden. Wer Eigentum erwirbt, ist später besser vor Altersarmut geschützt. Gerade den Jüngeren wird derzeit die Eigentumsbildung aufgrund der deutlich gestiegenen Eigenkapitalanforderungen erschwert. Zudem ist der Markt für Eigentumswohnungen und kleinere Reihenhäuser als „Starterimmobilien“ in Elmshorn völlig leergekauft und somit sehr teuer. Steigende Preise für das Wohnen bekämpft man nur über eine Angebotsausweitung durch Neubau, Nachverdichtung, Modernisierung und Umwidmung." Glißmann sieht auch die soziale Komponente des Wohnens und warnt vor einer weiteren gesellschaftlichen Spaltung.

In Elmshorn wohnen 15% der Bevölkerung im Kreis Pinneberg, gleichwohl werden fast 30% der geförderten Wohnungen im Kreis Pinneberg hier bereitgestellt. "So ein Ungleichgewicht ist auf Dauer nicht tragbar", so Birte Glißmann und fordert überregionale Lösungen für die dadurch entstehenden Folgekosten, unter denen die Stadt schon seit Jahren leidet. 

"Wir können die Wohnsituationen für die Elmshorner nur verbessern, wenn wir die gesamte Wohnungsmarktregion betrachten, die Wechselwirkungen sehen und uns abstimmen. Einen unabgestimmten Alleingang der Stadt wie z.B. pauschale Quoten für den geförderten Wohnungsbau lehnen wir ab. Wir müssen sehen, dass wir die Wohnträume möglichst vieler Bürger unterstützen und dazu gehört nun einmal auch der Wunsch nach Eigentum und Absicherung fürs Alter, so Immo Neufeldt der Fraktionsvorsitzende. Wir entwickeln gerade bürgernahe Maßnahmen für Elmshorn, die wir gern offen diskutieren wollen" so der Vorsitzende der Elmshorner CDU-Fraktion.