Birte Glißmann
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Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft

 

 

Einen besseren Termin konnte sich die Kreisjägerschaft für ihre Jahreshauptversammlung nicht aussuchen: am 27. März trafen sich abends die Jäger aus dem Kreis im Ellerhooper Gartenbauzentrum nachdem der Bundesrat am Nachmittag mit den Stimmen Schleswig-Holsteins die Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen hatte. Mit der Änderung wird der Wolf in das Bundesjagdgesetz aufgenommen und den Bundesländern ein regionales Wolfsmanagement ermöglicht. Ein solches ist nun auch in Schleswig-Holstein möglich, da der günstige Erhaltungszustand im Land bereits festgestellt wurde. In ihrem Grußwort machte Birte Glißmann klar, dass sie sich für ein solches regionales Wolfsmanagement, insbesondere wolfsfreie Zonen an unseren Deichen, einsetzen werde. Sie rief die Anwesenden zudem dazu auf, gemeinsam mit Nutztierhaltern sämtliche Wolfsrisse zu melden, um ein klareres Bild zu erhalten. Im Gegenzug wolle sie sich dafür einsetzen, dass künftig auch Risse sog. Hybridwölfe in die Statistik einfließen.

Neben der Änderung des Bundesjagdgesetzes wurden viele aktive Jägerinnen und Jäger für ihr Engagement geehrt und die Strecke, also die Statistik über die im Kreis erlegten Tiere, vorgestellt und von den Jagdhornbläsern verblasen. Auffällig ist die deutliche Zunahme bei den Nutria. Hier sind weitere Maßnahmen erforderlich, um der stark zunehmenden Population entgegenzuwirken. Nutria gefährden nicht nur die Deichsicherheit, sondern auch Lebensräume seltener Arten.